Literatur macht Schule                                Konzept                               

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Schreiben und gewinnen

 

Motto: Jugend schreibt: And the winner is …

Beginn: ab Schuljahr 2006 (September 2006)

Pilotprojekt: Realschule Oberlahnstein 

Bundesweit für alle Schulstufen und Schularten:

Von der Grundschule, für Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn aller Schulformen bis hin zur für junge Erwachsene der Oberstufe.

 Möglichkeit der Fort- und Weiterbildungsveranstaltung.

 Finanzierung: Sponsoring

Initiierung von Ausschreibungen und Wettbewerben speziell für junge Autoren.

Werden Preisgelder gewonnen, gehen diese zu 70 % an die jeweilige Schule; der Rest wird für die weitere Projektarbeit eingesetzt.

Durchführung:

Regelmäßige freiwillige außerschulische Veranstaltungen in den Schulräumen der am Projekt teilnehmenden Schule (1 Nachmittag á 2 Stunden pro Woche je Klassenstufe; Teilnahme mind. halbjährlich). Im Mittelpunkt steht die praktische künstlerische Schreibarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Nicht die Theorien, die Didaktik, die pädagogischen Methoden sind Ausgangspunkt, sondern das konkrete Angebot. Neben theoretischen Lerneinheiten stehen im Zentrum vor allem praktische Schreibübungen; Rhetorikübungen und persönliches Feedback. Jeder Teilnehmer muss sich aktiv einbringen, denn er trägt auch Verantwortung dafür, dass das ganze Team erfolgreich ist. Die Ergebnisse werden zunächst in der Gruppe präsentiert und besprochen. Eingereichte Arbeiten werden – wenn die Gruppe dies möchte - auch öffentlich präsentiert.

An ausgewählten Wochenenden finden Workshops statt. In den Ferien werden Literaturfreizeiten angeboten. Mit Ausflügen – denn die Themen liegen bekanntlich auf der Straße.

Über das Konzept

Gerade Wettbewerbe animieren zum Schreiben. Leider gibt es in diesem Bereich der Erzähl- und Schreibkultur bisher nur sehr wenige Angebote. Während im Grundschulbereich wenigstens noch einige Wettbewerbe veranstaltet werden, gibt es kaum noch Angebote für weiterführende Schulen. Schade, aber das wird ja nun alles anders J

Länderübergreifender und flexibler müssen Ausschreibungen und Förderungen werden, um den Kinderautoren in Deutschland aus dem Dämmerzustand herauszuhelfen. Wissenschaftstheoretisch wäre es notwendig und sinnvoll, die Arbeit von Literatur macht Schule  über einen längeren Zeitraum wissenschaftlich zu begleiten und bisherige und künftige Arbeitsergebnisse zu analysieren. Die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse könnten nicht nur die Arbeit von Literatur macht Schule  selbst weiter voranbringen, sondern mit Sicherheit impulsgebend in die gegenwärtigen bildungspolitischen Auseinandersetzungen einfließen, sei es die PISA-Diskussion, sei es eine notwendig zu reformierende Vorschulerziehung oder aber seien es die Möglichkeiten einer sich gesellschaftlichen Angeboten weit öffnenden Ganztagsschule.  

Es handelt sich um eine schulergänzende Dienstleistung. Bisher werden bei allen Bemühungen vor allem die Lesekompetenzen gestärkt. Dies ist bestimmt richtig und notwendig, aber nicht ausreichend.  

Schreiben ist Teil einer umfassenden Sprachkompetenz und fällt vielen Kindern und Jugendlichen sehr schwer. Oft ist es nur geringe Praxis, die ihnen fehlt. Ebenso muss eine vorhandene Schwellenangst überwunden werden. Und es fehlen die Anreize. Man hat schon oft festgestellt, dass Kinder schöpferische Kräfte entfaltet haben, die man ihnen gar nicht zugetraut hat. Bei Literatur macht Schule liegt der Fokus daher auf der kreativen Schreibpraxis unter positiven Bedingungen (keine Angst vor Fehlern oder Noten).

Die Methode des Schreibens in kleinen Gruppen senkt die Schreibangst und mindert die Schreibstörungen. Die Belastung der Schreibarbeit trägt nämlich nicht der Einzelne, sondern die ganze Gruppe.

Das Projekt hat einen hohen Nutzwert und nachhaltige Wirkung in unterschiedlichen Bereichen.  

Es ist

  • innovativ,
  • kreativ,
  • persönlichkeitsbildend,
  • integrationsfördernd,
  • motivierend,
  • berufsvorbereitend.

Schreibqualifikationen sind nicht angeboren, sondern lehr- und lernbar. Auch für den beruflichen Werdegang wird es immer wichtiger. Denn: Wer gut schreiben kann, macht leichter Karriere und findet bessere berufliche Kontakte. Beruflicher Erfolg und berufliches Fortkommen erfordern die Fähigkeit, mit Texten umzugehen. Wer es kann ist besser dran.

Die Teilnehmer/innen werden lernen, ihre eigene Perspektive einzubringen, aber auch zurück stellen und sich in die Perspektive eines Anderen versetzen können. Auch das ist eine Kunst, die viel Übung erfordert. Sie erleben die Dynamik der Auseinandersetzung, das eigene Engagement als Impuls für die anderen. Sie werden Lampenfieber als produktive Kraft begreifen lernen, die unterschiedlichen Mentalitäten als Chance für mehr Offenheit untereinander. Wer schreibt, lernt seine eigene Positionen zu bestimmen, Gegenpositionen zu entwickeln, wird sensibilisiert für den Umgang mit anderen, lernt Perspektiven zu überprüfen und zu wechseln, erfährt viel über sich, die anderen und die Welt.  Und vor allem werden sie schreiben, schreiben, schreiben...

Die Arbeit des gemeinsamen Nachdenkens und Schreibens soll als Gewinn empfunden werden und eine erfolgreiche Arbeit wird natürlich gefeiert.

Die Kinder erhalten individuelle Unterstützung, erfahren eine unverschulte Atmosphäre und haben am Ende einer Einheit greifbare Ergebnisse. Gearbeitet wird drinnen und draußen.  Eigentlich brauchen wir nur Papier und Stift.

 

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